Schwerpunktthema

IM FOKUS: FINANZIERUNG

Für die Behandlung der Patient:innen erhalten die Krankenhäuser sogenannte Fallpauschalen, berechnet nach Diagnosis Related Groups (DRG). Über das Pflegebudget werden die Pflegepersonalkosten erstattet. Damit sollen die Betriebskosten gedeckt werden.

Die Finanzierung von Investitionen ist Aufgabe der Länder. Leider stellen sie bis heute nicht genügend Mittel zur Verfügung, um den tatsächlichen Investitionsbedarf der Krankenhäuser zu decken.

Mit der bundesweiten Krankenhausreform wurde Ende 2024 auch ein neues Finanzierungskonzept eingeführt. In den nächsten Jahren soll eine Mischung aus Vorhaltebudgets und fallzahlabhängigen Vergütungen das bisherige DRG-System ersetzen.

Dieses neue Konzept muss aus Sicht der katholischen Krankenhäuser grundlegend überarbeitet werden. Es ist nicht praxistauglich und schafft erneut Fehlanreize.

  • Die Vorhaltefinanzierung muss sich an den tatsächlichen Kosten orientieren. Das derzeitige Konzept ignoriert tatsächliche Fixkosten und verteilt bisherige Budgets schlicht anders um. Eine krisensichere Versorgung braucht eine Finanzierung, die unabhängig von Fallzahlen funktioniert.
  • Leistungsgruppen und Vorhaltevergütung müssen entkoppelt werden. Leistungsgruppen sind ein Planungs-, kein Finanzierungsinstrument. Eine sinnvolle Finanzierung braucht eigenständige, nachvollziehbare Kriterien.
  • Die Vorhaltevergütung darf nicht aktiviert werden, bevor die Länder eine bedarfsorientierte Klinikstruktur etabliert haben.
  • Die Mindestvorhaltezahlen im Konzept sind zu streichen: Sie gefährden kleine Krankenhäuser und erzeugen Fehlanreize bei großen Kliniken – das ist keine tragfähige Grundlage für eine faire Vergütung.

Rechtsgutachten zu Defizitausgleichen

30.11.2023 | Die wirtschaftliche Lage ist für alle Kliniken angespannt. Die Defizite öffentlicher Häuser werden oftmals von den Kommunen ausgeglichen. Freigemeinnützige und private Kliniken erhalten solche Ausgleichszahlungen nicht. Das ist eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung, wie ein Rechtsgutachten zeigt. > Zur Pressemitteilung > Zum Gutachten (PDF)

Pressemitteilungen & Interviews

27.02.2025

KHAG: Umsetzung in der Praxis wird nicht leichter

Regierung, Koalition und Bundesländer haben einen Kompromiss zum KHAG erzielt. Bernadette Rümmelin kommentiert die Einigung für die KNA.


19.02.2025

KHAG: Planbar, durchdacht, verlässlich – statt politischer Pirouetten

Die Verhandlungen zum KHAG sind in der entscheidenden Phase. Die katholischen Krankenhäuser mahnen solide und praxistaugliche Rahmenbedingungen an, um die Klinikreform umsetzen zu können.


21.11.2025

Bundesrat: Krankenhauspolitik auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt

Der Bundesrat hat zum GKV-Sparpaket den Vermittlungsausschuss angerufen. Bernadette Rümmelin fordert Regierung und Bundestag auf, nun echte Verhandlungsbereitschaft zu zeigen.


03.11.2025

Sparplan auf dem Rücken der Kliniken hat massive Folgen

Mit Kürzungen bei den Kliniken will die Koalition die Gesetzliche Krankenversicherung finanziell entlasten. Die katholischen Krankenhäuser warnen vor den auch langfristigen Folgen.


EckpunktepapierE & Stellungnahmen

Rechtsgutachten funktionsgerechte Krankenhausfinanzierung und Krankenhausreform
30.11.2023 – Staatliche Krankenhausfinanzierung auf dem Prüfstand des Krankenhausfinanzierungsgesetzes, des Grundgesetzes und des EU-Beihilferechts


Stellungnahme zum Entwurf für das Krankenhaustransparenzgesetz
25.09.2023 – Gemeinsame Stellungnahme des Deutschen Caritasverbands und des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Qualität der stationären Versorgung durch Transparenz


Stellungnahme zur Formulierungshilfe zum Krankenhaustransparenzgesetz
28.08.2023 – Gemeinsame Stellungnahme des Deutschen Caritasverbands und des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland zur vom Bundesministerium für Gesundheit vorgelegten Formulierungshilfe