Verbände begrüßen bundeseinheitliche Ausbildung

Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands unterstützt gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband und dem Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) die Einführung einer bundesweit einheitlichen Ausbildung in der Pflegeassistenz. Der aktuelle Referentenentwurf für ein Pflegeassistenzgesetz stellt aus Sicht der Verbände einen wichtigen Schritt dar, um Pflegeassistenz als eigenständigen Beruf attraktiver und anschlussfähiger zu gestalten.

Positiv bewertet wird die geplante zweistufige Struktur mit einer 18-monatigen Assistenzqualifikation. Entscheidend ist eine klare Verzahnung mit der dreijährigen Pflegefachausbildung, etwa durch verlässlich geregelte Anerkennung von Kompetenzen.

Der Katholische Krankenhausverband unterstützt die angestrebte Ausbildungsqualität, sieht aber bei der personellen Ausstattung von Lehrkräften und Praxisanleitungen Umsetzungsprobleme. Es braucht Übergangsregelungen sowie eine gesicherte Finanzierung – auch, um steigende Eigenanteile in Pflegeeinrichtungen zu vermeiden.

Kritisch betrachtet der Verband die fehlende Einbindung von Rehaeinrichtungen als Ausbildungsstätten. Diese verfügen über wertvolle Erfahrung und sollten gesetzlich berücksichtigt werden. Ebenso fordert der Katholische Krankenhausverband flexiblere Regelungen beim Mutterschutz, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

Die gemeinsame Stellungnahme des Deutschen Caritasverbands, des Katholischen Krankenhausverbands und des Verbands katholischer Altenhilfe in Deutschland zum Referentenentwurf des Pflegeassistenzgesetzes findet sich hier: http://die-katholischen-krankenhaeuser.de/app/uploads/2025/07/250707_Stellungnahme_DCV_KKVD_VKAD_PflegeassEinfG.pdf